Wer in der Schweiz legal um Geld spielt und wer dafür bestraft wird
Das Geldspielgesetz trennt die Schweiz in zwei Lager: auf der einen Seite zehn Anbieter, deren Online-Auftritt eine ESBK-Konzession trägt, auf der anderen Seite alles, was ohne diese Bewilligung Schweizerinnen und Schweizern Geldspiele anbietet. Wer auf der zweiten Seite spielt, spielt ausserhalb des Gesetzes, ohne lokale Aufsicht und ohne Schutzmechanismen, sobald das eigene Verhalten aus dem Ruder läuft. Wer auf der ersten Seite spielt, zahlt in einer regulierten Umgebung, das oft mit höheren Boni als ausländische Plattformen wirbt, aber Boni heben sich nicht selbst auf, sie werden an Bedingungen geknüpft, die man kennen sollte.

Stand: 1 Oktober 2026 | Geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Casinos.
Inhaltsverzeichnis
- Rechtslage: Warum die ESBK-Liste der einzige Ausgangspunkt ist
- Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und Sozialkonzept
- Ranking: Zehn ESBK-lizenzierte Anbieter im Vergleich
- Was der Willkommensbonus wirklich kostet
- Die Verrechnungssteuer: Was «steuerfrei» bei echtem Geld bedeutet
- Die einzelnen Anbieter
- Was sich aus all dem für die Auswahl ergibt
- Häufig gestellte Fragen
Rechtslage: Warum die ESBK-Liste der einzige Ausgangspunkt ist
Das Geldspielgesetz (BGS), seit dem 1. Januar 2019 in Kraft, kennt keine eigenständige Online-Bewilligung. Wer ein Geldspiel im Internet anbieten will, braucht eine Spielbankenkonzession des Bundes, und diese wird nur an eine Schweizer Land-Spielbank vergeben. Der Online-Auftritt ist damit immer eine Verlängerung («Konzessionserweiterung») einer bestehenden terrestrischen Konzession. Wer als ausländisches Casino in die Schweiz «expandiert», ohne eine solche Konzession zu halten, begeht eine Straftat, die sich gegen den Anbieter richtet, nicht gegen die Spielerin.

Die Aufsicht führt die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK). Sie prüft die Konzessionsgesuche, überwacht den Betrieb und führt die nationale Sperrliste, auf die Domains landen, die in der Schweiz unerlaubt Geldspiele anbieten. Diese Liste ist die operative Seite des Gesetzes: Wer dort steht, wird auf ISP-Ebene gesperrt. Für die zehn lizenzierten Anbieter heisst das im Umkehrschluss, dass sie nicht auf dieser Liste stehen, und dass ihre Lizenz über die ESBK-Liste vom 27.09.2026 nachprüfbar ist.
Eine zweite Aufsichtsbehörde existiert für einen anderen Bereich: die Gespa (bis 2020 Comlot) beaufsichtigt Lotterien und Sportwetten. Wer dort spielt, spielt unter einer anderen Aufsicht, und nicht unter der ESBK. Für die hier verglichenen Online-Casinos ist die Gespa nicht zuständig.
Wichtig für die Einordnung: Die ESBK-Liste führt exakt zehn Online-Casinos. Das ist kein Markt, der sich gerade öffnet, und keine Zahl, die in jedem Quartar nach oben korrigiert wird, sondern das Ergebnis des Konzessionsmodells. Wer «mehr Auswahl» sucht, muss das Modell verstehen: Eine zusätzliche Online-Konzession setzt eine zusätzliche Land-Konzession voraus, und beide werden politisch knapp gehalten.
Was sich daraus für die Auswahl folgt: Wer ausländische Casinos nutzt, spielt nicht «freier», sondern ausserhalb der Aufsicht, ohne Spielsperre-Anschluss, ohne Sozialkonzept und ohne die CHF-Verrechnungssteuer-Freigrenze. Mehr dazu im Abschnitt «Die Verrechnungssteuer: Was ’steuerfrei‘ bei echtem Geld bedeutet».
Was eine ESBK-Konzession garantiert, und was sie nicht garantiert
Die Konzession verlangt vom Anbieter ein Sozialkonzept, eine vollständige Identitätsprüfung, einen Anschluss an die Spielsperre, einen Meldemechanismus für riskantes Spielverhalten und eine regelmässige Berichterstattung an die ESBK. Sie verlangt nicht, dass der Anbieter grosszügige Boni auszahlt, keine Auszahlungsgebühren erhebt oder besonders viele Spiele anbietet.
Das ist die Stelle, an der das Marketing-Vokabular der Branche am lautesten wird und die Regulierung am wenigsten sagt. «Top Casino», «bestes Angebot», «grösste Auswahl»: Solche Wörter unterliegen Art. 74 BGS, der Werbung einschränkt, die aufdringlich, irreführend oder an Minderjährige gerichtet ist. Was die Konzession sicherstellt, ist die Spielumgebung, nicht das Bonusvolumen. Wer das eine prüft und das andere liest, kommt zu verschiedenen Ranglisten.
Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und Sozialkonzept
Die zehn lizenzierten Anbieter teilen sich nicht nur dieselbe Aufsichtsbehörde, sondern auch dasselbe Instrumentarium des Spielerschutzes. Dieses Instrumentarium ist im Geldspielgesetz verankert und in den Sozialkonzepten der Anbieter konkretisiert, und es lohnt sich, es zu kennen, bevor man die erste Einzahlung macht.

Einzahlungs- und Verlustlimiten
Jeder lizenzierte Anbieter erlaubt es, eigene Einzahlungs- und Verlustlimiten zu setzen. Beispiel Jackpots.ch: Spielerinnen und Spieler können ein wöchentliches Einzahlungslimit festlegen, etwa CHF 50.-, das vom Anbieter technisch durchgesetzt wird. Die Höhe und der Zeitraum sind frei wählbar; was nicht wählbar ist, ist das Ob: Wer spielen will, muss ein Limit setzen, und wer das eigene Limit erhöhen will, muss dabei eine Karenzzeit in Kauf nehmen, die der Anbieter zum Schutz vor impulsiven Erhöhungen vorsieht.
Diese Limits sind das mildeste Instrument: Sie greifen, bevor es kritisch wird, und sie setzen eine Selbstkenntnis voraus, die im Spielverlauf gerade dann abnimmt, wenn sie am nötigsten wäre. Wer ein CHF 50.-Limit pro Woche setzt, hat die niedrigste Hürde gewählt, die das System hergibt, und sollte prüfen, ob das die richtige Hürde ist.
Spielsperre und ihre Tragweite
Die Spielsperre ist das schwerere Werkzeug: Ein Eintrag in der Sperrliste sperrt die Person nicht nur beim gewählten Anbieter, sondern bei allen konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und seit dem 7. Januar 2025 auch im Fürstentum Liechtenstein. Beispiel Jackpots.ch: Eine über diese Plattform beantragte Sperre gilt unmittelbar für alle konzessionierten Spielbankenspiele im Inland. Die Sperre ist also keine Verhandlung mit einem Anbieter, sondern ein Eintrag in eine geteilte Datenbank.
Die Aufhebung erfolgt frühestens nach drei Monaten und nur, wenn der Grund für die Sperre entfällt, etwa weil eine finanzielle Krise überwunden ist. Eine Aufhebung ist damit kein Rechtsanspruch, sondern eine Prüfung. Wer «nur kurz» eine Sperre setzt und dann weiterspielen will, sollte mit Wartezeit und einer Begründung rechnen.
Für die freiwillige Spielsperre verlangen Anbieter in der Regel eine Identitätsprüfung per Ausweiskopie, etwa Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Führerausweis. Bei Mycasino.ch ist diese Voraussetzung dokumentiert; sie gilt sinngemäss auch bei den übrigen Anbietern. Die Hürde ist bewusst hoch gesetzt, weil die Sperre wirken soll.
Sozialkonzept: Wer kontrolliert wird, ohne es zu merken
Hinter den Kulissen prüfen die Anbieter Verhaltensmuster, etwa häufiges Spielen, hohe Einsätze oder steigende Einzahlungen, und fordern in solchen Fällen einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse. Beispiel Swiss Casinos: Wer häufig oder mit hohen Einsätzen spielt, muss Einkommensnachweise vorlegen. Liegen diese nicht vor oder sind die Verhältnisse unzureichend, wird die Person gesperrt. Das Sozialkonzept tritt also nicht erst bei einer Selbstmeldung in Kraft, sondern bereits bei auffälligen Mustern.
Das ist der Punkt, an dem die Regulierung ihre Schärfe zeigt. Wer glaubt, das Sozialkonzept sei nur eine Broschüre, die bei der Registrierung ausgehändigt wird, unterschätzt die Mechanismen. Die Prüfung ist nicht optional, und das Resultat der Prüfung ist eine Sperre, nicht eine Empfehlung.
Ranking: Zehn ESBK-lizenzierte Anbieter im Vergleich
Die folgende Übersicht sortiert die zehn Anbieter nach ihrer Reihenfolge in der ESBK-Liste vom 27.09.2026, also nicht nach einer eigenen Rangfolge, sondern nach der Reihenfolge, in der die Aufsichtsbehörde sie führt. Die Spalte «Haus-Spielbank» zeigt, welche Land-Spielbank hinter dem Online-Auftritt steht, und «Online seit» das Datum der Konzessionserweiterung.
| Anbieter | Haus-Spielbank | Online seit | Bonusangebot |
|---|---|---|---|
| Pasino.ch | Casino Meyrin | 16.11.2020 | — |
| Casino777.ch | Casino Davos | 09.09.2019 | — |
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 | — |
| Mycasino.ch | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 | CHF 300.- + 200 Freispiele |
| Swiss4Win.ch | Casino Lugano | 01.03.2021 | — |
| Admiral.ch | Casino Mendrisio | 16.07.2025 | — |
| Casineo.ch | Casino Locarno | 17.03.2026 | — |
| Jackpots.ch | Grand Casino Baden | 05.07.2019 | bis CHF 2’200.- + 200 Freespins |
| Swisscasinos.ch | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 | — |
| Starvegas.ch | Casino Interlaken | 24.02.2020 | — |
Die Tabelle zeigt die rechtliche Seite, nicht den Spielkomfort. Wer eine Tabelle erwartet, die nach Bonusvolumen sortiert, sucht eine andere Frage. Die zentrale Auswahlentscheidung ist hier: Welche Haus-Spielbank steht hinter dem Angebot, und wie lange ist die Online-Erfahrung schon erprobt? Casineo.ch ist seit dem 17.03.2026 im Betrieb, Admiral.ch seit dem 16.07.2025, beide also noch jung. Jackpots.ch, Mycasino.ch und Swisscasinos.ch sind seit 2019 online und haben entsprechend längere Betriebsgeschichte.
Bemerkenswert: Nur zwei Anbieter in dieser Liste tragen ein klar beziffertes Willkommensangebot. Die übrigen acht schweigen das Profil von Bonusangeboten aus, ohne dass das etwas bedeutet, dass es keine gibt, sondern nur, dass sie nicht im gleichen Format kommuniziert werden. Wer ein Bonusangebot sucht, muss die Anbieter direkt prüfen, nicht die Tabelle.
Zahlungen: Wo die lokalen Schienen den Unterschied machen
Wer in einem Schweizer Online-Casino einzahlt, zahlt in der Regel auf Schienen, die im Ausland nicht selbstverständlich sind. TWINT ist die Schweizer Mobile-Payment-Lösung und wird von praktisch allen zehn Anbietern akzeptiert. PostFinance, Schweizer Bankkarten und SEPA-Banküberweisung folgen dicht dahinter.
Beispiel Jackpots.ch: Akzeptiert werden TWINT, PostFinance, Kreditkarte, Banküberweisung, Apple Pay und Paysafecard. Bei TWINT fallen keine Zusatzgebühren an, und die Gutschrift erfolgt sofort nach Bestätigung in der TWINT-App. Beispiel Pasino.ch: Akzeptiert TWINT, Apple Pay, Visa, Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller, Skrill und Banküberweisung. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-, der Mindestbetrag für eine Auszahlung CHF 0.01.
Die Mindesteinzahlung von CHF 10.- ist in der Branche der Standard. Casineo.ch und StarVegas.ch setzen ebenfalls auf CHF 10.-. Bei 7melons liegt die Besonderheit in der Obergrenze, nicht in der Untergrenze: PostFinance-Einzahlungen sind bis CHF 100’000.- möglich, was für High-Roller relevant ist, die über PostFinance einzahlen.
Auszahlungen: Wo es lang dauert, und warum
Die Auszahlungsdauer ist der Punkt, an dem die Anbieter sich am deutlichsten unterscheiden, ohne dass es eine gesetzliche Vorgabe gibt, die das regelt. Beispiel Mycasino.ch: Auszahlungen dauern in der Regel 1 bis 3 Werktage, abhängig von Wochentag, Uhrzeit und Bank. Beispiel Jackpots.ch: Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lauten muss; Kreditkarte und Revolut sind ausgeschlossen. Die Banküberweisung ist die langsamste Methode und benötigt 1 bis 2 Werktage.
Die Auflage «nur auf das eigene Schweizer Bank- oder Postkonto» ist kein Bonusverbot der Anbieter, sondern eine Konsequenz aus dem Geldspielgesetz: Die Verrechnungssteuer auf Gewinnen über der Freigrenze setzt eine eindeutige Identifikation voraus, und eine Auszahlung auf ein fremdes Konto würde diese Identifikation unterlaufen.
Wer auszahlt, sollte wissen, dass die Auszahlung in der Regel auf demselben Weg zurückgeführt wird wie die Einzahlung, und dass die Bearbeitungszeit zwischen dem Antrag und der Gutschrift variiert. Was nicht jeder Anbieter offen ausweist, ist die Bearbeitungszeit im eigenen Haus, also die Zeit, bevor die Bank das Geld sieht. Sie liegt meist bei 24 Stunden, kann aber bei manchen Anbietern länger sein.
Was der Willkommensbonus wirklich kostet
Zwei Anbieter in der Liste tragen ein klar beziffertes Willkommensangebot: Jackpots.ch und Mycasino.ch. Beide bieten Boni und Freispiele, beide knüpfen diese Angebote an Bedingungen, die in den Bonusbedingungen stehen und die das Marketing verschweigt.
Jackpots.ch: Bis zu CHF 2’200.- auf vier Einzahlungen
Jackpots.ch bietet Neukunden auf den ersten vier Einzahlungen einen Willkommensbonus von insgesamt bis zu CHF 2’200.- sowie 200 Freespins. Die erste Einzahlung wird zu 100% bis CHF 700.- verdoppelt. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.- vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar.
Die Umsatzbedingung: Der Bonusbetrag muss bei Spielautomaten 30-mal umgesetzt werden, bei Tischspielen 300-mal. Die Frist dafür beträgt standardmässig einen Monat. Wer den vollen Bonus der ersten Stufe mitnimmt, muss also CHF 700.-Aufwendigkeit 30-mal an Slots umsetzen, also CHF 21’000.- Umsatz, innerhalb von 30 Tagen. Wer Tischspiele bevorzugt, müsste das Zehnfache dieses Umsatzes erreichen, was in einem Monat unrealistisch ist. Die Bonusbedingung ist also keine Spielregel, sondern eine Spielregel für Slots.
Mycasino.ch: CHF 300.- und 200 Freispiele auf die erste Einzahlung
Mycasino.ch bietet 100% auf die erste Einzahlung bis CHF 300.- sowie 200 Freispiele. Die Aktivierung muss innerhalb von 7 Tagen nach Registrierung bei einer Mindesteinzahlung von CHF 10.- erfolgen. Der Bonusbetrag muss innerhalb von 30 Tagen 35-mal umgesetzt werden. Die 200 Freispiele sind je CHF 0.10 wert, unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gültig.
Was die Bonusbedingungen verschweigen, ist die Variante: Mycasino.ch schreibt 35-mal vor, Jackpots.ch 30-mal. Der Unterschied von fünf Umsätzen sieht nach wenig aus, ist aber bei einem Maximalbonus von CHF 300.- exakt CHF 1’500.- zusätzlicher Umsatz, der innerhalb derselben 30-Tage-Frist erbracht werden muss. Für Spielerinnen und Spieler mit kleinerem Budget ist Mycasino.chs Frist knapper, weil der Bonus in Prozenten grösser ist.
Wann und Wie das Bonusversprechen wirtschaftlich aufgeht
Das Marketing-Vokabular nennt es «Willkommensgeschenk». Es ist keines, sondern ein Umsatz-Ziel mit einer Frist. Wer den vollen Bonus mitnimmt und innerhalb eines Monats an Slots umsetzt, zahlt das Geld nicht aus eigener Tasche, sondern muss es durch den Anbieter hindurchspielen, bevor es zu echtem Geld wird. Das ist die Stelle, an der die Aufsicht schweigt, weil sie nicht zuständig ist: Die Aufsicht regelt die Konzession, nicht die Wirtschaftlichkeit eines Bonus. Die Wirtschaftlichkeit trägt der Spieler.
Für eine Spielserie mit klarem Slot-Programm und kleinem Budget: Wer pro Spin CHF 0.50 setzt und mit einem realistischen RTP von rund 96% rechnet, schreibt nach dem 30-fachen Umsatz eines CHF 300.-Bonus etwa 300 × 30 = 9’000 Euro (bzw. Franken) Umsatz. 9’000 / 0.50 = 18’000 Spins. Bei 5 Sekunden pro Spin entspricht das etwa 25 Stunden reines Klicken, ohne dass während dieser Zeit anderes anfällt. Das ist die Untergrenze, in der das Bonusversprechen technisch eingelöst werden kann.
Für eine Spielserie mit gemischten Spielen und mittlerem Budget: Wer Tischspiele einbaut, verlängert die erforderliche Spielzeit deutlich, weil die Umsatzbedingung dort 300-mal beträgt statt 30-mal. Das ist der Hebel des Anbieters, und er ist im Kleingedruckten, nicht auf der Werbung.
Die Verrechnungssteuer: Was «steuerfrei» bei echtem Geld bedeutet
Gewinne aus einem Schweizer Online-Casino sind bis zur Freigrenze von CHF 1’000’000.- steuerfrei, wobei der Betrag indexiert ist und für 2026 bei rund CHF 1.07 Millionen liegt. Über dieser Grenze fallen 35% Verrechnungssteuer auf den Mehrbetrag an, geregelt in Art. 24 lit. ibis DBG. Der Anbieter führt die Verrechnungssteuer direkt ab, sodass der Spieler den Betrag nach Verrechnungssteuer ausgezahlt bekommt.
Was diese Regelung im Alltag bedeutet: Wer in einem konzessionierten Anbieter spielt und gewinnt, gibt einen Teil seines Gewinns erst dann ab, wenn der Gewinn die Freigrenze übersteigt. Bis dahin ist das Geld steuerfrei. Wer auszahlt, bekommt die Verrechnungssteuer auf Antrag zurück, weil es sich um eine Sicherungssteuer handelt.
Wer ausländische Anbieter nutzt, hat diese Freigrenze nicht. Gewinne ausländischer Casinos sind in der Schweiz ab dem ersten Franken steuerpflichtig, und zwar als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit, weil Glücksspielgewinne privater Spieler nicht unter eine der gesetzlichen Einkunftsarten fallen. Die Konsequenz: Wer in der Schweiz wohnt und ausländische Anbieter nutzt, sollte jeden Gewinne steigen, und sei er noch so klein. Wer das nicht tut, läuft Gefahr in eine Steuernachforderung.
Die Aufsichtsbehörde formuliert es klar: «Spieler werden nicht strafrechtlich verfolgt, spielen aber auf eigenes Risiko und ohne Schweizer Schutz». Wer das «eigene Risiko» nur als fehlende Spielsperre liest, liest es zu kurz. Das eigene Risiko umfasst auch die Steuerfrage, die fehlende Spielsperren-Anbindung und die fehlende Identitätsprüfung im Kontext. Wer auszahlt, sollte wissen, dass diese Aufsicht nicht existiert.
Die einzelnen Anbieter
Pasino.ch
Hinter Pasino.ch steht das Casino Meyrin in Genf. Der Online-Auftritt läuft seit dem 16.11.2020 unter ESBK-Konzession. Einzahlungen sind ab CHF 10.- möglich, Auszahlungen bereits ab CHF 0.01. Akzeptiert werden TWINT, Apple Pay, Visa, Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller, Skrill und Banküberweisung. Die breite Zahlungsmethodenliste ist die operative Stärke dieses Anbieters, und die niedrige Auszahlungsgrenze ist ein Detail, das Weniggewinner honoriert.
Pasino.ch hat kein im Internet verfügbares Willkommensangebot in dem Format, in dem Jackpots.ch oder Mycasino.ch es tragen. Wer ein Bonusangebot sucht, muss direkt auf der Plattform prüfen, ob eines läuft. Der Anbieter kommuniziert das Profil von Sonderaktionen anders, nicht unbedingt schlechter. Für Spielerinnen und Spieler, die einen lokalen Genfer Anbieter suchen und keine besonderen Bonusansprüche stellen, ist Pasino.ch eine solide Wahl.
Casino777.ch
Hinter Casino777.ch steht das Casino Davos. Online seit dem 09.09.2019, gehört Casino777.ch damit zu den erfahrenen Anbietern im Feld. Akzeptiert werden Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card und Banküberweisung. Einzahlungsgebühren werden keine erhoben, was den Anbieter für Spielerinnen und Spieler mit kleinem Budget interessant macht, weil jeder eingezahlte Franken ohne Abzug bleibt.
Casino777.ch trägt wie die Mehrheit der Anbieter kein im Internet klar beziffertes Willkommensangebot in dem Format, das Jackpots.ch oder Mycasino.ch es tragen. Die Stärke dieses Anbieters liegt in der Gebührenfreiheit und in der Betriebsgeschichte; beides sind Themen ist klassische Auswahlkriterien, die über Bonusansprüche hinaus Bestand haben.
7melons
Hinter 7melons steht das Grand Casino Bern. Online seit dem 15.09.2020. Akzeptiert werden TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und Paysafecard. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-; bei PostFinance ist der Höchstbetrag CHF 100’000.-, was für High-Roller mit PostFinance-Anbindung relevant ist.
Die PostFinance-Obergrenze ist das operative Detail dieses Anbieters, das ihn von der Konkurrenz unterscheidet. Für Spielerinnen und Spieler, die mit grossen Beträgen einzahlen wollen und PostFinance nutzen, ist 7melons eine der wenigen Optionen, die diese Obergrenze offen ausweist. Für Weniggewinner ist das Profil des Anbieters austauschbar.
Mycasino.ch
Hinter Mycasino.ch steht das Grand Casino Luzern. Online seit dem 22.08.2019, gehört Mycasino.ch damit zu den erfahrenen Anbietern im Feld. Der Anbieter bietet 100% auf die erste Einzahlung bis CHF 300.- sowie 200 Freispiele, mit einer Aktivierungspflicht von 7 Tagen und einer Umsatzbedingung von 35 innerhalb von 30 Tagen. Die Freispiele sind je CHF 0.10 wert, ohne Umsatzbedingung, mit einer Gültigkeit von 72 Stunden.
Das Angebot hat drei Vorzüge, die selten zusammenkommen: Erstens ist die Mindesteinzahlung mit CHF 10.- sehr niedrig. Zweitens sind die Freispiele umsatzfrei, also bei Gewinn direkt auszahlbar. Drittens ist die Umsatzbedingung 35 statt 40 oder 50, was an der unteren Grenze des Marktes liegt. Für Spielerinnen und Spieler mit kleinem Budget und Vorliebe für Freispiele ist Mycasino.ch das beste Angebot der Liste.
Die Auszahlungsdauer liegt bei 1 bis 3 Werktagen, und der Mindestbetrag für eine Auszahlung ist CHF 10.-, mit der Möglichkeit, das volle Guthaben unter CHF 10.- auszuzahlen. Für Weniggewinner heisst das: Auch kleine Beträge unter der Standardgrenze werden rausgehen, ohne dass ein Mindestbetrag verlangt wird. Das ist das, was die Aufsicht vorsieht, und Mycasinos klickt es konsequent durch.
Swiss4Win.ch
Hinter Swiss4Win.ch steht das Casino Lugano. Online seit dem 01.03.2021. Akzeptiert wird TWINT, ab einem Mindestbetrag von CHF 10.-, ohne Zusatzgebühren und mit sofortiger Gutschrift nach Bestätigung in der TWINT-App. Die TWINT-Optimierung ist das, was diesen Anbieter auszeichnet und vom Rest des Feldes abhebt.
Für Spielerinnen und Spieler, die TWINT als Hauptzahlungsmittel nutzen und keinen Wert auf ein vielfältiges Zahlungsmethodenportfolio legen, ist Swiss4Win.ch eine schlanke Option. Wer mehr Methoden will, findet sie bei anderen Anbietern. Das ist keine Schwäche, sondern Spezialisierung.
Admiral.ch
Hinter Admiral.ch steht das Casino Mendrisio. Online seit dem 16.07.2025, gehört Admiral.ch damit zu den jüngsten Anbietern im Feld. Akzeptiert werden Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und TWINT. Die Zahlungsmethodenliste ist breit, aber das Profil des Anbieters ist jung, was bedeutet: Wenig Betriebsgeschichte, weniger dokumentierte Erfahrungen im Markt.
Für risikobereite Spielerinnen und Spieler, die einen neuen Anbieter ausprobieren wollen, ist Admiral.ch eine Option. Wer Wert auf Betriebsgeschichte legt, findet sie eher bei Jackpots.ch, Mycasino.ch oder Swisscasinos.ch. Beide Positionen sind valide; die eine passt zu Personen, die Neues testen, die andere zu Personen, die Bewährtes suchen.
Casineo.ch
Hinter Casineo.ch steht das Casino Locarno. Online seit dem 17.03.2026, ist Casineo.ch der jüngste Anbieter im Feld und gleichzeitig die letzte Konzessionserweiterung der ESBK-Liste. Die Mindesteinzahlung beträgt für alle Einzahlungsmethoden CHF 10.-. Akzeptiert werden TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Die Zahlungsmethodenliste ist schmal, was zum jungen Profil passt.
Casineo.ch ist ein Sonderfall in dieser Liste: Der Anbieter ist gerade erst gestartet, und die Erfahrungen aus dem Markt sind noch nicht dokumentiert. Wer Casineo.ch testet, testet einen Anbieter, dessen Auszahlungsbescheidungen, Bonusmechaniken und Spielerschutzmechanismen in der Praxis noch keine längere Historie haben. Für risikobereite Spielerinnen und Spieler, die einen lokalen Tessiner Anbieter unterstützen wollen, ist das eine Option. Für sicherheitsorientierte Spielerinnen und Spieler ist das ein Grund, vorerst bei einem älteren Anbieter zu bleiben.
Jackpots.ch
Hinter Jackpots.ch steht das Grand Casino Baden. Online seit dem 05.07.2019, gehört Jackpots.ch damit zu den ältesten Anbietern im Feld. Der Anbieter trägt das umfangreichste Willkommensangebot der Liste: bis zu CHF 2’200.- auf vier Einzahlungen und 200 Freespins. Die Umsatzbedingung beträgt 30 für Spielautomaten und 300 für Tischspiele, mit einer Frist von einem Monat.
Jackpots.ch bietet über 2’500 Casino-Spiele an. Das Live-Casino wird unter anderem von Evolution und Pragmatic Play beliefert. Die Spieleauswahl ist die breiteste im Feld, und die Spieltiefe ist es auch. Für Spielerinnen und Spieler, die einen Anbieter mit langer Geschichte, grosser Spielauswahl und klar beziffertem Willkommensangebot suchen, ist Jackpots.ch die erste Wahl der Liste. Der Haken liegt in der Umsatzbedingung: Wer Tischspiele einbaut, hat faktisch keine Chance, den Bonus innerhalb der Frist freizuspielen.
Die Auszahlungslogik ist konservativ: Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lauten muss; Kreditkarte und Revolut sind ausgeschlossen. Die Banküberweisung benötigt 1 bis 2 Werktage. Das ist die operative Realität dieses Anbieters, und sie ist typisch für die ganze Branche, nicht nur für Jackpots.ch.
Swisscasinos.ch
Hinter Swisscasinos.ch steht das Casino Pfäffikon, also die Swiss Casinos Gruppe. Online seit dem 02.09.2019. Akzeptiert werden Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners Club, Discover), TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung. Die Zahlungsmethodenliste ist eine der breitesten im Feld, was den Anbieter für Spielerinnen und Spieler mit speziellen Karten wie Diners Club oder Discover interessant macht.
Swiss Casinos verlangt von Spielerinnen und Spielern, die häufig oder mit hohen Einsätzen spielen, einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse. Ohne Unterlagen oder bei unzureichenden finanziellen Verhältnissen wird die Person gesperrt. Das Sozialkonzept ist hier besonders aktiv, was für sicherheitsorientierte Spielerinnen und Spieler ein Vorteil ist und für risikobereite Spielerinnen und Spieler eine Einschränkung. Für jemanden, der mit kleinerem Budget spielt, ist die Sperre unwahrscheinlich; für jemanden, der hoch einzahlt, ist sie real.
Starvegas.ch
Hinter Starvegas.ch steht das Casino Interlaken. Online seit dem 24.02.2020. Akzeptiert werden Visa/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-. Die Zahlungsmethodenliste enthält mit Aircash Abon eine Methode, die nur wenige andere Anbieter führen, und die für Spielerinnen und Spieler mit Prepaid-Präferenz interessant ist.
StarVegas.ch trägt kein im Internet klar dokumentiertes Willkommensangebot in dem Format, das Jackpots.ch oder Mycasino.ch es tragen. Das Profil des Anbieters ist solide und überdurchschnittlich in der Zahlungsmethodenliste. Für Spielerinnen und Spieler, die einen Berner Oberländer Anbieter mit ungewöhnlichen Zahlungsmethoden suchen, ist StarVegas.ch eine Option.
Was sich aus all dem für die Auswahl ergibt
Die Auswahl unter den zehn lizenzierten Anbietern ist eine Auswahl unter ähnlichen rechtlichen Rahmenbedingungen mit unterschiedlichen operativen Details. Wer ein Bonusangebot sucht, hat mit Jackpots.ch und Mycasino.ch zwei Anbieter, die ihre Bedingungen offen kommunizieren. Wer eine niedrige Auszahlungsgrenze sucht, ist bei Pasino.ch richtig. Wer mit grossen Beträgen einzahlt, hat bei 7melons eine der wenigen dokumentierten Obergrenzen. Wer TWINT optimiert nutzen will, hat mit Swiss4Win.ch eine spezialisierte Option.
Was die Liste nicht löst, ist die Frage nach dem Spielerschutz, weil alle zehn Anbieter dasselbe Sozialkonzept teilen und sich nur in der operativen Umsetzung unterscheiden. Wer sich gegen ein riskantes Spielverhalten absichern will, muss nicht den Anbieter wechseln, sondern die eigenen Limits nutzen, und sich nicht davor scheuen, eine Spielsperre zu beantragen, wenn die eigenen Limits nicht mehr ausreichen.
Die Frage, die am Ende bleibt: Was ändert sich, wenn man ausländische Anbieter nutzt? Die Antwort steht im Geldspielgesetz und in der ESBK-Praxis, und sie ist klar: Weniger Aufsicht, keine Spielsperre-Anbindung, keine Steuerfreigrenze, und im schlechtesten Fall eine Sperrung auf ISP-Ebene. Wer das alles weiss und trotzdem spielt, hat eine informierte Entscheidung getroffen. Wer es nicht weiss, hat keine.
Häufig gestellte Fragen
Welche Kriterien entscheiden, ob ein Online-Casino in der Schweiz überhaupt legal Kundinnen und Kunden bedienen darf?
Massgeblich ist die ESBK-Konzession, die nur als Erweiterung einer bestehenden Land-Spielbankenkonzession vergeben wird. Die ESBK-Liste führt die zehn aktuell bewilligten Anbieter, jeweils mit dem Datum der Online-Konzessionserweiterung. Jeder Anbieter ohne diese Konzession ist in der Schweiz unerlaubt, auch wenn er international operiert.
Welches Land-Casino steht hinter jedem der zehn ESBK-lizenzierten Online-Angebote?
Hinter jedem Online-Angebot steht eine Schweizer Land-Spielbank mit Bundes-Konzession. Die Zuordnung ist eindeutig, etwa Grand Casino Baden für Jackpots.ch oder Grand Casino Luzern für Mycasino.ch. Die vollständige Zuordnung findet sich auf der ESBK-Liste und ist in der Tabelle «Ranking: Zehn ESBK-lizenzierte Anbieter im Vergleich» aufgeführt.
Wie lässt sich die Aufsicht der ESBK über einen einzelnen Anbieter nachvollziehen?
Die ESBK führt eine öffentliche Liste der lizenzierten Online-Casinos mit Datum der Konzessionserweiterung und zugehöriger Land-Spielbank. Für tiefere Aufsichtsfragen veröffentlicht die ESBK Tätigkeitsberichte und Praxisentscheide, die auf der Website der Behörde zugänglich sind.
Wie wirkt sich eine bestehende Spielsperre auf den Zugang zu allen lizenzierten Anbietern aus?
Eine Spielsperre gilt für alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und seit dem 7. Januar 2025 auch im Fürstentum Liechtenstein. Sie wird zentral in einer geteilten Datenbank geführt, und die Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich, sofern der Sperrungsgrund entfallen ist.
Welche Einzahlungslimiten lassen sich bei einem lizenzierten Anbieter selbst festlegen?
Spielerinnen und Spieler können bei jedem lizenzierten Anbieter eigene Einzahlungs- und Verlustlimiten festlegen, etwa ein wöchentliches Einzahlungslimit von CHF 50.-. Die Höhe und der Zeitraum sind frei wählbar; eine Limit-Erhöhung ist mit einer Karenzfrist verbunden, die der Anbieter zum Schutz vor impulsiven Erhöhungen vorsieht.
Bleiben Gewinne bei einem ESBK-lizenzierten Anbieter bis zur Freigrenze steuerfrei?
Ja, Gewinne aus einem ESBK-lizenzierten Anbieter sind bis zur Freigrenze von rund CHF 1’000’000.- (indexiert, etwa CHF 1.07 Millionen für 2026) steuerfrei. Über dieser Grenze fällt eine Verrechnungssteuer von 35% auf den Mehrbetrag an, die der Anbieter direkt abführt. Gewinne aus ausländischen oder unerlaubten Anbietern sind dagegen ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Geschrieben von der Redaktion „Casino Token CH”.
